Wenn …von No-go -Areas und dem Rheinboulevard

 

Früher einmal gab es eine Werbung, wenn einem so viel Schönes wird beschert, das ist schon..

nun ich verändere die Werbung ein wenig…. gutes Benehmen wert.

Wir haben uns den gerade vollständig eröffneten Rheinboulevard in Köln angesehen. Sehr schön ist er geworden. Ein richtiges Schmuckstück könnte er sein.Ja , ich kann mir gut vorstellen dort an warmen Sommerabenden zu sitzen..

Kann , nein eigentlich könnte.

Denn der Boulevard ist, leider so muss man sagen bereits„No-Go Area“

Sich dort am Nachmittag oder gar am Abend aufzuhalten erweist sich bedauerlicherweise zur Zeit als nicht opportun. Wieder ein „No Go Area“ mehr, wo normale Bürger besser nicht hingehen , zumindest nicht zu jeder Zeit.

Genauso wie an der Rodenkirchener Riviera, auch dort ist es für normale Kölner Bürger und ihre Besucher nicht möglich einen nachmittag oder Abend ungefährdet zu verbringen. Vor allem unbelästigt, das allerdings eher nur wenn man eine Frau ist.

Schade das eine tolle Idee , wie man den Freizeitwert der Stadt erhöhen kann, durch einzelne Gruppen die meinen hier ihre miserable Erziehung und durch ihren Glauben geprägte mittelalterlichen Vorstellungen von dem was Mann darf, aber Frau noch ganz lange nicht, hier so ins Negative gezogen wird.

Der Boulevard wurde sofort gern angenommen von Shisha Rauchern ,die dort ihren Dreck hinterlassen , dem empfindlichen Beton dauerhaft verderben mit dem Kohlen die nach dem rauchen darauf ausgekippt werden, Wildpinklern, es gibt ja Ecken wo man eben nicht sofort gesehen wird, dafür ist das Ergebnis des bösen Tuns auf ewig im Beton sichtbar und zahlreichen in Köln seit der Silvesternacht bereits hinreichend bekannten Gruppen junger Männer, die meinen Streit mit Messern austragen zu dürfen , sowie Frauen und Mädchen auf übelste Art und Weise angehen und anfassen zu dürfen ,so das die Polizei dort nun mit Hilfe des Ordnungsamtes die Streifen massiv verstärkt hat , wie in der Presse bekannt gegeben wurde.Man tut etwas seitens der Stadt.

Nicht nur das nun Schilder aufgehängt wurden ,um Shisha Rauchern , Grillern und sonstigen Randalieren ganz klar zu zeigen, das so ein Verhalten ganz sicher nicht erwünscht ist.

Ich traf dort zufällig einen netten Beamten des Ordnungsamtes, der mir erklärte, ab sofort würden allabendlich 30 Beamte von Polizei und Ordnungsamt auf dem Boulevard Streife laufen. Man merke der Boulevard ist keinen KM lang, um den Kölner Bürgern ihren Boulevard zurück zu geben , das No-Go Area zu beenden.

Wünschen wir Ihnen dazu viel Erfolg.

 

 

 

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Straßenfotografie 46

                                                 Straßenfotografie 46

St Kunibert Köln

 

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Straßenfotografien 42

                                                 Straßenfotografien 42

Schwein gehabt

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Bücher, Bücher 13

 

 

Diesmal ein besonderes Buch. Ich habe es auf dem Flohmarkt gefunden.

Reinhard Marcuse: Mit dem Leben davongekommen

Wer weis eigentlich genau wie das damals war, als die Juden auswandern mussten?

Zeitzeugen werden immer seltener.

Hier hat nun ein Zeitzeuge, der Sohn des Apothekers der Kölner Glocken Apotheke, einmal beschrieben, wie alles begann.

Welche Restriktionen gegen die jüdischen Mitbürger erhoben wurden.

Wie war das , wenn man damals studieren wollte und gar einen Abschluss machen wollte?

Und wie war das wenn man seine eigentliche Lebensplanung völlig umwerfen musste um im Ausland ganz neu anzufangen?

Wie ging das?

Das beschreibt Reinhard Marcuse sehr eindringlich.

Er erklärt auch ,wie sich auf einmal die Menschen änderten in ihrem Verhalten ihm und seinen Eltern gegenüber.

Aber es ist keine Aufrechnung mit „den“ Deutschen, das wirklich nicht.

Reinhard Marcuse beschreibt genauso , wie viel nette Menschen er kennen lernte , auch deutsche . Vor dem Krieg, im Krieg und nach dem Krieg.

Ein neutraler Bericht, obwohl es um einen Menschen, seine Familie und ihr erlebtes Leben vor während und nach dem Krieg geht.

Nur ein kurzes Bändchen nicht einmal 100 Seiten lang , aber lesenswert, gerade heute.

Reinhard Marcuse : Mit dem Leben davon gekommen

Kleine Schriften zur Kölner Stadtgeschichte 13

Herausgegeben von Werner Schäfke

ISBN 978-3-940042-04-0

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Dies und das 24

                                                               Dies und das 24

Frühling oder Winter??

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Köln wird modern….Stadtmuseum Teil 3

 

 

 

Nach Napoleon wurde Köln erst einmal preußisch. Der Kaiser half den Kölnern ihren Dom fertig zu bauen.

Der erste Weltkrieg brachte für Köln eine Menge Unannehmlichkeiten. Es gab Schilder und Ämter mit heute merkwürdig anmutenden Namen wie Kriegswirtschaftstelle und Massenspeisung.

Und es gab Marken und Ersatzstoffe, wie EOZET das als Ersatzstoff für den nicht ausreichend vorhandenen Einmachzucker diente.

Die Devise „Gold gab ich für Eisen „ wurde massiv propagiert, von irgend etwas musste ja der Krieg bezahlt werden.

Nach dem Krieg wurde das Rheinland besetzt in Köln von den Engländern, die erst einmal den Karneval verboten. Es gab eine Menge und Verbote. Manche davon wünscht sich die heutige Polizei ganz sicher ab und an zurück, wie der 1918 verbotene Verkauf von Papierschlangen und Feuerwerkskörpern.

Der Karneval wird ab 1925 wieder in Anfängen gefeiert, das zeigt das Bild des von uns sehr geliebten Malers Heinz Kroh. Erst waren nur Sitzungen erlaubt ,der Straßenkarneval wurde verbotenerweise gefeiert. Der erste Rosenmontagszug musste bis 1927 warten.

Es werden Autos gebaut in Köln bei Ford. Das verdankte Köln dem rührigen Oberbürgermeister Konrad Adenauer ,der Ford 1929 nach Köln holte. Henry Ford persönlich legt 1930 den Grundstein zum Werk von Ford in Köln.

Luftschutz wurde schon 1936 geübt und ausgestellt, man übte früh für den 2. Weltkrieg.

Der 2. Weltkrieg hinterließ den Kölnern dann ein heute noch explosives Erbe.

Das Puppentheater Hänneschen ,das 1802 gegründet wurde , spielt noch heute in seinem Haus am Eisenmarkt, die aufgeführten Stücke sind nicht nur für Kinder, sondern genauso oft für Erwachsene . Köln leistet sich ein Puppenspieltheater, denn das Hänneschen wird von der Stadt finanziert, der es ja auch seit 1926 gehört. Die Figuren sind seit Jahrzehnten bekannt und beliebt in Köln. Die Figuren sind sogenannte Stabpuppen, also keine Marionetten, die an Fäden hängen würden.

Übrigens das Stadtmuseum ist sehr modern , wer keine Lust hat die ganzen Schilder zu lesen , es gibt die Möglichkeit, sich die ganzen Informationen auch vorlesen zu lassen.

In jedem Fall lohnt sich ein mehrfacher Besuch, denn alles kann man gar nicht beschreiben , was man dort sehen kann.

 

Stadtmuseum Köln im ehemaligen Zeughaus

Zeughausstr. 1-3

Köln

Mo geschlossen

Die 10:00H bis 20:00H

Mi-So 10:00H-17:00H

 

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Straßenfotografien 41

                                                        Straßenfotografien 41

reichlich kurz

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Das gabs schon einmal..

 

 

Stadtmuseum Köln 2

Im Stadtmuseum kann man gut nachvollziehen, wie die Menschen früher lebten.

Eigentlich gar nicht so verschieden zu unserem heutigen Leben.

Wenn man davon absieht , es gab keinen Computer und keine Mobilphones.

Die meisten Kölner waren Arbeiter oder Handwerker.

Reiche gab es wenig.

Die Arbeiter hatten einen 10 Stunden Tag und keinen bezahlten Urlaub. Sie lebten auch in den kleinsten Wohnungen, meist zwei Zimmerwohnungen . Man zog oft um, weil die Wohnung dann doch nicht so war, wie man sich das vorstellte. Etwas 40% der Kölner Bevölkerung zog um 1900 jedes Jahr um.

Die Arbeiterquartiere lagen in Ehrenfeld , Nippes, Bayenthal und Kalk. Der Verdienst lag durchschnittlich bei 1500 RM pro Jahr. Bei einem Mann !

Frauen verdienten 50% weniger. Auch heute verdienen frauen immer noch weniger als Männer, trotz Gleichberechtigung.

Wegen des geringen Verdienstes der Männer übten faktisch alle Frauen eine Beschäftigung aus. Heimarbeit , ein kleines Geschäft für den Bedarf der Nachbarschaft, Zugehfrau oder Waschfrau.

In handwerklichen Betrieben arbeitetet die Frauen ebenfalls mit. Die Gesellen verdienten nicht mehr als die Fabrikarbeiter. Handwerksfamilien schickten ihre Kinder gern auf die Mittelschule unsere heutige Realschule und daran schloss sich dann die Lehre an,auch Mädchen gingen in die Lehre.

Die Angestellten verdienten je nach Ausbildung Jährlich zwischen 1500 und 5000 RM .

Ein Angestellter mit Abitur und Studium konnte mit etwa 3000 bis 4500RM im Jahr rechnen.Er bekam auch jährlich eine Woche bezahlten Urlaub. Das alles klingt gar nicht schlecht für damalige Verhältnisse, Nur wurde von diesen Menschen im Gegenzug erwartet , das sie auch an Sonn- und Feiertag ein paar Stunden ins Büro kamen. Heute hat sich diese Vorstellung der permanenten Verfügbarkeit von Angestellten nur unwesentlich gewandelt. Ins Büro muss der heutige Angestellte nur noch selten an Sonn und Feiertag, dafür haben wir jetzt Internet und Smartphone, damit wieder die ständige Erreichbarkeit gegeben ist.

Meist lebten diese Menschen in den Vororten Klettenberg,Braunsfeld, Lindenthal und in der Neustadt, die an den Ringen Stadt auswärts entstanden war.

Nun zu den Menschen , die mehr Zeugnisse hinterlassen haben, den Reichen.

Reich das waren zum Beispiel die Familie Stein, die ein Bankhaus in Köln besaß und natürlich eine adäquate Heiratspoltik betrieb.So war man mit den Mevissens genauso verwandt wie mit den Herrstatts.

Besonderen Wert legt man auf das „von“ im Namen.Man residierte in Villen in Marienburg allenfalls Lindenthal , wobei man im Sommer vorzugsweise am Rhein oder in Schlössern die man im Umland vom Adel erworben hatte , lebte.

Der phänomenale Aufstieg begann mit …Napoleon. Der zog am 6 Oktober 1794 in die Stadt ein. Eigentlich ein General der Revolutionstruppen, dem übergab die Deputation des Rates die Schlüssel der Stadt.

Mit den französischen Truppen war auch die vorher geltende Ständeordnung ad acta gelegt. Nun konnte jedermann wie er wollte im Rahmen der französischen Gesetze Geschäfte machen auch Juden und Protestanten, die mochte man nämlich früher nicht in Köln. Deswegen wohnten sie auch auf der Deutzer Rheinseite, die war nämlich dem Erzbischof unterstellt und der mochte alle Konfessionen.

Die französischen Truppen brachten auch ihre Sprache mit, Köln wurde französisch. Das kann man an den erhaltenen Straßenschildern im Museum ablesen und an dem erhalten gebliebenen Tableau das die französische Übersetzung der Straßennamen zeigt. Nicht mehr Kölsch war die Sprache die gesprochen wurde , sondern französisch. Da hat sich in der heutigen Sprache doch das eine oder andere erhalten.

Was den Kölnern außerdem blieb? Die Uniform des Garde du Corps des Königs Jerome von Westfalen, des jüngsten Bruders von Kaiser Napoleon, als der nämlich 1814 auf der Flucht in Köln Station machte, entwaffnete man sein Leibgarde das Garde du Corps, brachte die Kürasse und Helme ins Rathaus . Die Kölner Bürger liehen sie sich für den Rosenmontagsumzug von 1825.

Wird fortgesetzt

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Straßenfotografie 45

                                                               Wahlkampf

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Kennen Sie den???

 

 

Unser Besuch im Stadtmuseum der Stadt Köln (Zeughaus) war außerordentlich spannend und interessant.

Deshalb werde ich dazu mehrere Teile schreiben müssen, sonst wird es zu lang …

Zuerst einmal will ich hier die Bilder vom großen Fluss zeigen.

Vater Rhein war schon immer für die Bewohner der Stadt interessant , sie widmeten ihm Lieder, Bilder und Pokale.

Franz Josef Manskirch Köln um 1795

Köln und Deutz vom Nordosten

Das scheint überhaupt eine beliebte Blickrichtung zu sein.

Clarkson Stanfield, Köln , 1826

Kölner Rheinufer fand die wohl genauso wie

James Webb Köln 1872

Blick auf Köln malenswert.

1894 fand dann Cornelius Wagner ein Marinemaler den Blick vom Deutzer Ufer

zur Kölner Altstadt hin wert gemalt zu werden.

Man findet hier dann auch den Dom vollendet,genauso wie man den neu erbauten Hauptbahnhof und die Hohenzollernbrücke hier finden kann.

Vorn im Bild sieht man die Deutzer Schiffsbrücke mit dem Badeboot. Damals konnte man wohl noch im Rhein schwimmen, wenn man denn überhaupt schwimmen konnte.

Überhaupt der Dom, von dem gibt’s im Stadtmuseum eine wie man es neudeutsch sagen würde Fake Ansicht.

Der Architekturmaler Carl Georg Hasenpflug malte im Jahre 1834 den Dom bereits fertig gebaut, als noch gar nicht der Entschluss gefasst war ihn weiter zu bauen.

Der Grundstein den Dom nun fertig zu bauen wurde nämlich erst 1842 gelegt.

1880 war der Dom dann mit Hilfe des Kaisers fertig und es gab ein Dombaufest.

Das wurde künstlerisch von Vincent Stolberg Lerche einem Künstler aus Düsseldorf 1884

im Bild Entgegennahme des historischen Festzuges durch das Kaiserpaar bei Gelegenheit

der Vollendung des Domes festgehalten.

Auch ein Jahrhundert später regt der Rhein immer noch Maler an die Dom Stadt zu porträtieren.

Neben Oskar Kokoschka, dessen Bild sich im Depot des Museums Ludwig befindet, malte Anton Räderscheidt 1963 Köln und den Rhein vom Messeturm aus in seinem Bild

„ Blick vom Messeturm auf Köln“

Im Jahre 2001 malte dann Jürgen Schmitz sein Kölnbild/ Blick vom Messeturm.

Aber noch einmal zurück zum Dom.

Kennen Sie den?

So sah der Kölner Dom jahrhundertelang aus. Eigentlich die Bauruine des Domes und das Wahrzeichen der Stadt, das war der mittelalterliche Baukran auf dem Turm. Ansehen kann man sich das ganze in dem großen Stadtmodell das für die Ausstellung „alt und neu Köln“ im Jahre 1914

entstand.Das Modell basiert in der Hauptsache auf einem Vogelschauplan von Arnold Mercator 1571 gezeichnet hat.

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Es gibt noch ein interessantes Modell im Stadtmuseum, Das Rathaus wie es um 1800 aussah.

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Viele der hier um das Rathaus gruppierten Häuser fielen, genau wie das Rathaus selbst, den Bomben des 2 .Weltkrieges zum Opfer.

Was es immer noch gibt , ist die Rathauslaube. Die auch als einziges vom Kölner Rathaus den Krieg überlebte.

Nach dem Krieg bauten die Kölner ihr Rathaus wieder auf ,vor allem restaurierten sie auch den Turm vollendet 1414, das sichtbare Zeichen des Sieges der Bürger über den Adel in der Schlacht von 1396. An diese Schlacht erinnert das älteste Denkmal Kölns zur Erinnerung an ein historisches Ereignis.

Wird fortgesetzt……

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