Abendliche Beschäftigung

 

Nachdem ich meine Mails geprüft habe, noch schnell eine Antwort geschrieben habe, muss noch ein eben ein Kuchen gebacken werden. Beim raus holen, es ist eine Tarte umgedreht, also das Obst kommt zuerst in die Form, schwappt mir ein teil der Butter Zucker Mischung über die Hose, also schnell versuchen es auszuwaschen, damit der Schaden nicht größer wird.

Während dessen beobachtet der Kater mein Tun ,von seinem zeitweiligen Lieblingsplatz oben auf dem Küchenschrank, interessiert.

Endlich Abend. Vor ein paar Wochen schrieb mich wiedereinmal, das passiert so drei bis vier mal im Jahr, angeblich der Chefredakteur, also in Wirklichkeit die Werbeabteilung einer großen deutschen Wochenzeitung an, ob ich nicht wieder einmal , natürlich völlig unverbindlich,nur für vier Wochen die Zeitung lesen möchte.

Früher mochte ich diese Zeitung sehr. Seit der alte Herausgeber starb, ist sie mir zu einseitig geworden. Die in dem Blatt gezeigte Einstellung entspricht nicht meiner. Zu sehr schwarz und weiß, ich vermisse die grauen Zwischentöne.Trotzdem kann ich dem Angebot ,vier Wochen umsonst zu lesen ,meist nicht widerstehen. Vielleicht hoffe ich doch noch den alten Geist wiederzufinden oder ich bin masochistisch veranlagt, was ich bisher nicht allerdings nicht wusste und mag es den reichlichen Müll, den diese Zeitung entstehen lässt, nach unten zu bringen. Was solls. Auch dieses mal konnte ich nicht widerstehen und also ist für reichlich Lektüre gesorgt, während das Radio DLF Kultur ein klassisches Konzert sendet, der Kater sein allabendliches Fitnessprogramm aus fliegendem Gerenne hin und her absolviert,kämpfe ich mich durch die Zeitung.Wie immer taucht recht schnell die Frage auf , weshalb man annehmen sollte, das ich für die drei Artikel, die ich interessant genug fand, um sie zu lesen, während ich alles andere nur überfliege, 5.30€ zahlen sollte. Inzwischen möchte der Kater spielen, er fängt Bänder, in den unmöglichsten Positionen so schnell die Pfoten tragen, Springt hoch mit allen vier Pfoten gleichzeitig.

Das Konzert ist zu Ende in DLF Kultur. Ich bemühe mich den Kater , der mittlerweile mal drinnen , mal draußen auf dem Balkon sein Unwesen treibt, zu überzeugen, doch bitte herein zu kommen. Was gar nicht so einfach ist, denn er hat vier Pfoten, die ihn schnell wie der Wind  herein und gleich wieder nach draußen tragen. Er will noch ein wenig spielen, sich als Clown produzieren.Meist sehe ich wenigstens seine weiße Brust auf dem dunklen Balkon,sonst wäre ich gezwungen ihn mit der Taschenlampe zu suchen , denn sein schwarzer Pelz verschmilzt völlig mit der Dunkelheit.

Nach vielen Versuchen ihn zu überzeugen, bei denen er mir immer wieder nach draußen entwischt , bin ich einmal schneller als er und die Balkontür ist zu.

Wir dürfen zu Bett gehen.

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