Hast Du ein Schloss, brauchst Du einen Markt..

 

oder zwei oder drei.

Es ist wieder so weit,die Hochzeit der Märkte beginnt.

Besonders Besitzer von Schlössern und Burgen scheinen diese Zeit ganz besonders zu lieben

Da gibt es dann den Herbstmarkt, den Hubertusmarkt, den Wintermarkt , den Weihnachtsmarkt und natürlich auch den Frühlingsmarkt oder den Handwerkermarkt.

Der Phantasie sind bei dieser Art des Geldverdienens keine Grenzen gesetzt.

Es kommt dann ganz auf den Veranstalter an, was dem Publikum auf diesem Markt geboten oder eben nicht geboten wird.Eigentlich haben wir uns vorgenommen so langsam , nachdem eine regelrechte Inflation der Märkte auf Burgen und Schlössern eingesetzte , uns unbekannte Veranstaltungen nicht mehr zu besuchen. Man hat Fahrtkosten , zahlt je nach dem fürs parken und auch noch wenns beliebt, einen mehr oder weniger deftigen Eintritt, dafür dort etwas kaufen zu sollen

Wir wurden schwach am Wochenende. Das Wetter verlockte, also besuchten wir den Herbstmarkt im uns bis dato nicht bekannten Schloss Eicherhof in Leichlingen.

Ein Schloss eigentlich ein Gutshof wie in der Beschreibung im Internet nachzulesen ist. Napoleon soll dort gewesen sein,was sich leider nicht mehr belegen lässt, aber der Prince of Wales , der spätere Herzog von Windsor war hier zu Gast.

Nun also auch wir, ein Handwerkermarkt wurde angekündigt.

Die Anfahrt gestaltet sich einfach und Parkplätze fanden sich auch. Wobei wir eigentlich nie von der Maßgabe ausgehen , das man möglichst direkt vor der Haustür des zu besuchenden Objektes parken muss, etwas abseits findet sich eigentlich immer ein Plätzchen. Hier hatten offensichtlich viele Besucher den Drang nun unbedingt möglichst vor der Haustür des Schlosses parken zu müssen,was ein mittleres Verkehrschaos auslöste, es ging für die Herren und Damen nichts mehr ,weder vor noch zurück. Die Auffahrt des Hauses ist eindeutig nicht für solche Unvernunft ausgelegt.

Selbstverständlich war auch die Schlange am Eingang des Geländes, schliesslich war ein Obolus zu entrichten .In diesem Falle war man sich wohl nicht so ganz einig ,was man denn verlangen wollte. Im Internet fand ich den Hinweis 2,50€ ,am Einlass wollte man dann 3,00€ haben ,was man auch allerdings auch plakatiert hatte.

In strahlendem Sonnenschein stellten viele Menschen ihre Produkte aus.

Ich sage mit Absicht Menschen, denn oft hatte man das Gefühl hier versuchen Menschen ihr Hobby zum Beruf zu machen. Es gab zahlreiche unglaubliche kunstlose Gegenstände wie Bilder oder auch Schmuck zu sehen.Man versuchte den Besuchern Marmeladen, Honig und Naturkosmetik zu verkaufen.

Man war seitens der Aussteller oder Händler so sehr von der Einmaligkeit dieser Waren überzeugt, das man ,wie es wohl in letzter Zeit immer mehr um sich greift, versuchte ein Fotoverbot durchzusetzen, angeblich hatte man Angst vor dem Diebstahl von Ideen, wobei sich hier wirklich die Frage stellt ,welche Ideen sollen denn geklaut werden ? Die meisten Dinge, die wir sahen , hatten wir bereits in anderem Zusammenhang auf anderen, ähnlichen Märkten gesehen. Oder es waren so unglaublich kunstlose Objekte, das einfach zu erkennen war, hier versucht ein wenig begabter Hobbykünstler mit seiner Passion Geld zu verdienen.

Einer der Gründe weshalb wir uns entschieden haben vom Besuch solcher Veranstaltungen , wenn wir den Markt noch nicht kennen , im Normalfall Abstand zu nehmen.

Es sind viel zu viele Laien und mäßig begabte Hobbykünstler unterwegs, die versuchen mit ihren Produkten dort im Ambiente der Schloss und Burgenmärkte ein Geschäft mit Produkten zu machen ,die niemand wirklich braucht.

Ursache ist eindeutig die Inflation der Märkte und nicht jeder, der sich solch eine Veranstaltung ausdenkt, hat auch das Wissen und die Kontakte reelle Händler und gute Künstler auf seinen Markt aufmerksam zu machen. Eigentlich schade.So wird eine im Prinzip gute Idee durch schlechte Imitationen in einer sehr negativen Art und Weise kommerzialisiert.

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