Bücher, Bücher 13

 

 

Diesmal ein besonderes Buch. Ich habe es auf dem Flohmarkt gefunden.

Reinhard Marcuse: Mit dem Leben davongekommen

Wer weis eigentlich genau wie das damals war, als die Juden auswandern mussten?

Zeitzeugen werden immer seltener.

Hier hat nun ein Zeitzeuge, der Sohn des Apothekers der Kölner Glocken Apotheke, einmal beschrieben, wie alles begann.

Welche Restriktionen gegen die jüdischen Mitbürger erhoben wurden.

Wie war das , wenn man damals studieren wollte und gar einen Abschluss machen wollte?

Und wie war das wenn man seine eigentliche Lebensplanung völlig umwerfen musste um im Ausland ganz neu anzufangen?

Wie ging das?

Das beschreibt Reinhard Marcuse sehr eindringlich.

Er erklärt auch ,wie sich auf einmal die Menschen änderten in ihrem Verhalten ihm und seinen Eltern gegenüber.

Aber es ist keine Aufrechnung mit „den“ Deutschen, das wirklich nicht.

Reinhard Marcuse beschreibt genauso , wie viel nette Menschen er kennen lernte , auch deutsche . Vor dem Krieg, im Krieg und nach dem Krieg.

Ein neutraler Bericht, obwohl es um einen Menschen, seine Familie und ihr erlebtes Leben vor während und nach dem Krieg geht.

Nur ein kurzes Bändchen nicht einmal 100 Seiten lang , aber lesenswert, gerade heute.

Reinhard Marcuse : Mit dem Leben davon gekommen

Kleine Schriften zur Kölner Stadtgeschichte 13

Herausgegeben von Werner Schäfke

ISBN 978-3-940042-04-0

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