Das gabs schon einmal..

 

 

Stadtmuseum Köln 2

Im Stadtmuseum kann man gut nachvollziehen, wie die Menschen früher lebten.

Eigentlich gar nicht so verschieden zu unserem heutigen Leben.

Wenn man davon absieht , es gab keinen Computer und keine Mobilphones.

Die meisten Kölner waren Arbeiter oder Handwerker.

Reiche gab es wenig.

Die Arbeiter hatten einen 10 Stunden Tag und keinen bezahlten Urlaub. Sie lebten auch in den kleinsten Wohnungen, meist zwei Zimmerwohnungen . Man zog oft um, weil die Wohnung dann doch nicht so war, wie man sich das vorstellte. Etwas 40% der Kölner Bevölkerung zog um 1900 jedes Jahr um.

Die Arbeiterquartiere lagen in Ehrenfeld , Nippes, Bayenthal und Kalk. Der Verdienst lag durchschnittlich bei 1500 RM pro Jahr. Bei einem Mann !

Frauen verdienten 50% weniger. Auch heute verdienen frauen immer noch weniger als Männer, trotz Gleichberechtigung.

Wegen des geringen Verdienstes der Männer übten faktisch alle Frauen eine Beschäftigung aus. Heimarbeit , ein kleines Geschäft für den Bedarf der Nachbarschaft, Zugehfrau oder Waschfrau.

In handwerklichen Betrieben arbeitetet die Frauen ebenfalls mit. Die Gesellen verdienten nicht mehr als die Fabrikarbeiter. Handwerksfamilien schickten ihre Kinder gern auf die Mittelschule unsere heutige Realschule und daran schloss sich dann die Lehre an,auch Mädchen gingen in die Lehre.

Die Angestellten verdienten je nach Ausbildung Jährlich zwischen 1500 und 5000 RM .

Ein Angestellter mit Abitur und Studium konnte mit etwa 3000 bis 4500RM im Jahr rechnen.Er bekam auch jährlich eine Woche bezahlten Urlaub. Das alles klingt gar nicht schlecht für damalige Verhältnisse, Nur wurde von diesen Menschen im Gegenzug erwartet , das sie auch an Sonn- und Feiertag ein paar Stunden ins Büro kamen. Heute hat sich diese Vorstellung der permanenten Verfügbarkeit von Angestellten nur unwesentlich gewandelt. Ins Büro muss der heutige Angestellte nur noch selten an Sonn und Feiertag, dafür haben wir jetzt Internet und Smartphone, damit wieder die ständige Erreichbarkeit gegeben ist.

Meist lebten diese Menschen in den Vororten Klettenberg,Braunsfeld, Lindenthal und in der Neustadt, die an den Ringen Stadt auswärts entstanden war.

Nun zu den Menschen , die mehr Zeugnisse hinterlassen haben, den Reichen.

Reich das waren zum Beispiel die Familie Stein, die ein Bankhaus in Köln besaß und natürlich eine adäquate Heiratspoltik betrieb.So war man mit den Mevissens genauso verwandt wie mit den Herrstatts.

Besonderen Wert legt man auf das „von“ im Namen.Man residierte in Villen in Marienburg allenfalls Lindenthal , wobei man im Sommer vorzugsweise am Rhein oder in Schlössern die man im Umland vom Adel erworben hatte , lebte.

Der phänomenale Aufstieg begann mit …Napoleon. Der zog am 6 Oktober 1794 in die Stadt ein. Eigentlich ein General der Revolutionstruppen, dem übergab die Deputation des Rates die Schlüssel der Stadt.

Mit den französischen Truppen war auch die vorher geltende Ständeordnung ad acta gelegt. Nun konnte jedermann wie er wollte im Rahmen der französischen Gesetze Geschäfte machen auch Juden und Protestanten, die mochte man nämlich früher nicht in Köln. Deswegen wohnten sie auch auf der Deutzer Rheinseite, die war nämlich dem Erzbischof unterstellt und der mochte alle Konfessionen.

Die französischen Truppen brachten auch ihre Sprache mit, Köln wurde französisch. Das kann man an den erhaltenen Straßenschildern im Museum ablesen und an dem erhalten gebliebenen Tableau das die französische Übersetzung der Straßennamen zeigt. Nicht mehr Kölsch war die Sprache die gesprochen wurde , sondern französisch. Da hat sich in der heutigen Sprache doch das eine oder andere erhalten.

Was den Kölnern außerdem blieb? Die Uniform des Garde du Corps des Königs Jerome von Westfalen, des jüngsten Bruders von Kaiser Napoleon, als der nämlich 1814 auf der Flucht in Köln Station machte, entwaffnete man sein Leibgarde das Garde du Corps, brachte die Kürasse und Helme ins Rathaus . Die Kölner Bürger liehen sie sich für den Rosenmontagsumzug von 1825.

Wird fortgesetzt

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