Ein großes Kamel, das Grabmal eines reichen Mannes und Ewald Mataré

 

Die Hauptkirche Düsseldorfs ist die am Rhein gelegene Basilika St. Lambertus.DSC01550

Ältestes Bauwerk Düsseldorfs, Wahrzeichen. 194 als Hallenkirche in niederrheinischer Backsteingotik gebaut. Düsseldorf war damals die Hauptstadt des Herzogtums Jülich-Berg-Kleve.

Eigentlich wollten wir uns in Düsseldorf noch ein paar Krippen an sehen, ehe sie für dieses Jahr abgebaut werden.

Die Krippe in St.Lambertus ist eigentlich konservativ. Eine Krippe gab es in dieser Kirche bereits vor dem II WK.DSC01555

Die jetzige Krippe gibt es seit 1961. Sie wurde von Wilhelm Hable entworfen und hergestellt. Sei wird während der zeit ihrer Aufstellung fünf Mal neu arrangiert und zeigt so die gesamte Weihnachtsgeschichte, einschließlich des Besuchs der heiligen 3 Könige mit großem Kamel, der Flucht nach Ägypten und zum Abschluss der Besuch von Maria und Josef mit dem Kind im Tempel.

So ,das war nun wirklich hoch und heilig versprochen die letzte Krippe bis Weihnachten.

St. Lambertus selbst ist allerdings auch sehenswert.

Die Kirche wurde 1394 der Muttergottes geweiht mit zahlreichen anderen heiligen als Nebenpatronen und war vor allem im Mittelalter eine bedeutende Wallfahrtskirche, die von Pilgern auf ihrer Wallfahrt von Trier nach Aachen über Köln auch besucht wurde.

Der Hochaltar von Michael Cagnon entstand von 1691 bis 98

Am Pfarraltar steht eine Reliquienschrein mit den Reliquien des Stadtpatrons St. Apollinaris, gestiftet 1665 von Pfalzgraf Phillip Wilhelm.

Den vorherigen Reliquienschrein von St. Apollinaris hatte Herzog Wilhelm der Reiche zur Finanzierung seiner Kriegszüge verkauft. Man sieht, auch Heilige hatten keine unbegrenztes Ruherecht.

Herzog Wilhelm der Reiche wurde übrigens in einem prächtigen Grabmal aus Alabaster und schwarzem Marmor ( 1596-1599)des Kölner Bildhauers Gerhard Scheben beigesetzt,auch damals kamen die Düsseldorfer offensichtlich nicht ohne die Hilfe der Kölner aus.DSC01581

Hier hat dann auch Johann Pasqualini eine Fürstengruft angelegt, in der zahlreiche Mitglieder der herzoglichen Familie bestattet wurden.

Nur eben um die Ecke findet man das prächtige , mit gotischen Elementen und zahlreichen Skulpturen verzierte Sakramentshaus. Es wurde von Herzog Wilhelm II und seiner Frau gestiftet und gilt als das hervorragendste Exemplar seiner Gattung am Niederrhein.DSC01576

Die Dame, deren Grab wir auch noch sehen , war Gräfin Elisabeth von Waldeck. Weil man ihren Kenotaph jahrelang auf dem alten Golzheimer Friedhof zweckentfremdete, wurde die Dame selbst allerdings ins Fürstengrab in einen Sammelsarg umgebettet. Das hätte sie sich sicherlich so nicht vorstellen können. Im übrigen ist der Kenotaph das älteste Grabdenkmal in St .Lambertus.DSC01579

Außerdem kann man noch eine Pieta aus dem 14. Jahrh. ansehen . Allerdings ist die sie umgebende Stele sehr viel jüngeren Datums( 1975)DSC01584

Erwähnenswert ist noch das Gnadenbild Maria vom Siege um 1100, das sich seit 1812 in St. Lambertus befindet.DSC01583

Besonders schön fanden wir die Kanzel aus dem 18.Jahrhundert.

Aber es gibt auch etwas modernes in der Basilika.

Das Hauptportal wurde 1962 von Ewald Mataré geschaffen. Wieder jemand ,den die Düsseldorfer von den Kölnern ausgeborgt haben. Ewald Mataré schuf unter anderem Portale des Kölner Domes und den Taubenbrunnen davor.

Hier stellt das Bronzeportal von St Lambertus die Heimkehr des verlorenen Sohnes dar.DSC01587

Die Kirche ist an der einen Seite von einem netten romantischen Hof umgeben, den ich auch unbedingt einmal fotografieren musste.

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