Viele Bärte machen ein Museum…

 

In Frechen im Rheinland gibt es seit Jahrhunderten eine bedeutende Keramikindustrie. Und deshalb ist dort auch die Stiftung Keramion beheimatet. Das Museum wurde in den Jahren 1970/71 von Peter Neufert und Stefan Polóny erbaut. Der Bau allein ist sehenswert. Er soll eine Töpferscheibe darstellen. Leider regnete es bei unserem Besuch, so das alle Bilder etwas trist aussehen.

Innen stellt das Museum auch in seiner ungewöhnlichen Raumgestaltung etwas einmaliges dar.

Die Stiftung Keramion vergibt jedes Jahr den Keramikpreis und die Exponate werden im Museum ausgestellt. Ich weiß nicht ob die Installation der Künstlerin Lisa Seelbach „Limes „2015 dieses Jahr einen Preis erhielt ,aber wir fanden sie sehr gelungen , sehr zeitnah.

Aber das Keramion ist mehr. Es zeigt auch einen Überblick über die keramische Tradition in Frechen.

Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die berühmten Frechener Bartmannkrüge , die hier von etwa 1600 bis ins 19. Jahrhundert in großer Zahl hergestellt wurden.

 

Über die Bedeutung des bärtigen Gesichtes ist leider nichts konkretes bekannt. Manche meinen, das sei eine Karikatur. Aber genau weiß man es nicht.

Im Museum wird auch die Rekonstruktion eines Kannenofens von 1868 gezeigt.DSC00143

Bartmannkrüge wurden in die ganze damals bekannte Welt exportiert.Man fand sie in Schiffswracks vor Südamerika,in Japan und sogar in Australien. Sie wurden auf dem Kölner Alter Markt angeboten und von Kaufleuten über den Rhein nach Holland geschickt.

Aber auch in den 20er Jahren wurde in Frechen eine künstlerische bedeutende Richtung gepflegt . Die Ooms´sche Keramik benannt nach dem damaligen Leiter des Frechener Steinzeugwerks Toni Ooms.

Keramion

Bonnerstr. 12

50226 Frechen

Di -so 10:00H -17:00H Sa 14:00-17:00H

Eintritt Erw.5 Euro

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