Salve……

Sehr unscheinbar in der Nähe des Kölner Rathauses weisen kleine Schilder auf ein römisches Haus hin. Einen Palast, das Praetorium, der Sitz des römischen Statthalters für Niedergermanien. Da hat er gewohnt und zugleich war das sein Amtssitz.Der wichtigste römische Palast in der Provinz Niedergermanien..

Reich ausgestattet und bunt bemalt muß man sich den Bau vorstellen. Und riesengroß.   Die Rheinfront war etwa 90m lang. Natürlich sind heute nur noch Mauerreste zu finden. Es gab ja auch nicht „das Praetorium“, es gab mehrere Bauten, die nacheinander errichtet wurden, weil der Vorgänger zu klein ,nicht mehr modern oder schlicht und einfach abgebrannt war.Im sogenannten 3 .Bau gab es sogar Geschäfte im Erdgeschoss und einen Basar., was man noch heute an den Grundmauern erkennen kann. Das Praetorium entstand hauptsächlich in der sogenannten Spätantike , also n. Chr.

Das was man sehen kann ist an diesem Modell dargestellt, die heute sichtbaren Teile des Praetoriums sind etwas dunkler gefärbt.DSC00153

Überhaupt läßt sich der gesamte Bau ,sowie die wichtigsten Bauten der römischen Zeit, die amüsanterweise  dann später oft Kirchen wurden, wie Maria im Kapitol oder St. Gereon, die hier dargestellt wurde, ganz gut verständlich an den ausgestellten Korkmodellen , vorstellen. Korkmodelle, die waren früher ein beliebtes Mitbringsel, wenn die vornehmen Herren auf große Reise gingen.

Man hat auch im Zuge der Ausgrabungen verschiedene Teile gefunden, die zum Hausstand gehörten.DSC00154 Das relevanteste , ausser einer Büste des Kaisers Claudius, sind wohl Diatret Gläser. Das Glas ist mit einem Glasnetz umsponnen. Die waren so wertvoll,das es in der Antike wohl bereits Versicherungen gegen Glasbruch gab.

Und noch etwas ist im Museum Praetorium zu sehen. Eine römische Abwasserleitung. Also ein 150m langes Stück davon. Die führte wohl in den Rhein. Man kann sich den Tunnel unterschiedlich hoch vorstellen. Im Mittelalter wurde hier Bier gelagert und im 2. Weltkrieg war das mit neuer Treppe versehen ein Bunker. An vielen stellen war der Gang so hoch , das ich grade noch ohne gebückt gehen zu müssen , durchgehen konnte. Ich konnte mühelos mit der Hand die Decke erreichen.

Das Praetorum ist Teil der geplanten archäologischen Zone in Köln zusammen mit dem projektierten jüdischen Museum.

Kleine Budengasse 2,  Köln

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