Hier ist reich … arm

Das  Freilichtmuseum des LVR in Lindlar( Bergisches Land) war unser Ziel. Für ein Freilichtmuseum ein kleines Areal. Aber man läuft trotzdem eine ganze Weile , bis man alles gesehen hat. Ich habe immer das Problem bei Museen, wenn  ich den Eintritt entrichtet habe, meine ich mir alles ansehen zu müssen, sonst habe ich ja den Eintritt nicht “ wieder raus“, so sagten wir früher.

Also Lindlar. Erst einmal es gibt Parkplätze in unmittelbarer Nähe und eine Bushaltestelle. Hunde sind erwünscht, nur bitte nicht in die Häuser.

Ein schöner Rundweg wurde angelegt, nur bitte mit festen Schuhen.

Vom Eingang geht es erst einmal in die Schmiede/ Stellmacherei. da sollen auch Vorführungen stattfinden , bei uns fand leider gar nichts statt. Auch gut.

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Wir gingen weiter.

Im Hof zum Eigen war eine große Zehntscheune( wo der Zehnte , also die Abgaben an den Grundherren von zahlreichen Bauern zusammen gesammelt wurde) zu besichtigen. Wie hoch die ist, alles aus Holz gebaut und eine Darstellerin der Bäuerin zu Beginn des 20. Jahrhunderts war auch zu sehen. Die arbeitete da, eigentlich sie führte etwas vor, nämlich wie schwierig das Leben vor über 100 Jahren war. Wasser kam nicht aus der Leitung , aus dem Brunnen. Der musste sauber gehalten werden, also abgedeckt werden oder mit einem Häuschen versehen, wie hier.

Da war auch das Backhaus. Leider keine Vorführung und auch ein Brot. der Bäcker hatte Ferien, die Kinder haben Schulferien….Ziegen wurde damals viel gezüchtet, die kann man hier auch ansehen.DSC09141

Interessant war das Bandweberhaus, mit dem Webstuhl im Zimmer. Das Haus ist ja auch so nicht groß, der Webstuhl mit seiner Größe , sprengt aber fast die Dimensionen des Zimmers, in dem er steht. Das wurde übrigens ansatzweise vorgeführt.Die Küche war in der Diele.Und die „Gute Stube“?Die sah aus , wie heute bestimmt kein Wohnzimmer aussieht, dafür wurde sie faktisch auch selten benutzt. Hier stammt übrigens das Bild aus Augenblicke 25 her, die verschiedenen Farben des Garnes des Bandwebstuhls.

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Diese Menschen haben den ganzen Tag gearbeitet, schwer gearbeitet und was mir auffällt, wie arm die waren.Wie wenig Lohn sie bekamen, wie wenig sie sich leisten konnten.

Weiter zum Gutshaus.

Es ist einfach nicht vorstellbar. Sicher die Möbel sind für heutige Zeit Antiquitäten, aber damals waren das normale Möbel.

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Der Gutsherr hat zu seinem Betrieb noch eine Firma zur Herstellung von Knöpfen aufgemacht.

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Das Gut hatte 25 Ha, heute braucht ein Hof um überhaupt seine Menschen zu ernähren wenigstens 100Ha.

Wir würden heute den Gutsherren als „armen Schlucker“ einordnen. nicht nur er lebt vom Gut auch seine Frau und seine große Familie, sogar Dienstboten gab es auf dem Hof . Wie man auf dieser Darstellung sehen kannDSC09265 Und damals war man der Meinung ,“ der ist reich“ . Stimmt reich, weil die anderen noch weniger hatten.

Fortsetzung folgt…..

 

 

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2 Antworten zu Hier ist reich … arm

  1. kristallundrosen schreibt:

    Hallo Donna,
    danke Dir. Und das beste da kannst Du mit Deinen Simulanten auch gut hingehen, Bushaltestelle kannst du einfach nicht verfehlen , und das Gelände ist ganz gut zu gehen und erklären tun die“ Museumswächter“, auch alles.
    LG KuR

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  2. Seh-Hund Donna schreibt:

    Sehr schöner Bericht ! Ich bin auf die Fortsetzung gespannt ! L.g.Donna

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