Automatengeschichten… ein wahrer Alptraum

Die Nachbarn waren nicht da..und so erreichte uns eine gelbe Karte. Ein Paket ist abzuholen…. Ein simples Unterfangen, sollte man denken. Ich gehe mit der gelben Karte zur angegebenen Station…. Klingt nicht schwierig, dort das Paket herauszubekommen. Code scannen… das machen die doch an den Kassen auch…. Nach dem dritten Versuch…. ich gebe auf.

Mein Glück , freundliche junge Leute möchten auch ein Paket abholen, so bekomme ich auch mein Paket.

Ich brauche noch eine Fahrkarte für den städtischen Nahverkehr. Also schnell im nahen Bahnhof zum Automaten. Ich sehe ihn mir an.. Fahrkarten für die deutsche Bahn, die will ich nicht… Ich brauche die für den Nahverkehr. Das soll der Automat auch können, steht dran.DSCN2421

Nur wie bekomme ich die??

Auch nach längerem betrachten , ausgiebigen lesen der Gebrauchsanweisung , erschließt sich mir dieses Mysterium nicht. Man braucht dazu mehr, als ein ganz gewöhnliches Hochschulstudium vermitteln kann.

Ich gebe auf, gehe zum Kiosk und kaufe meine Fahrscheine bei einem freundlichen Verkäufer.

Die Einkaufstour geht weiter.

Ich brauche ab und zu Abzüge von Fotos. Also führt mich mein Weg in die Filiale eines bekannten Drogeriemarktes. Es sollte doch kein großes Problem sein einen USB Stick an der vorgesehenen Stelle in den Automaten zu stecken , zu warten bis er die gespeicherten Fotos zeigt, die gewünschten Aufnahmen in der avisierten Größe zu bestellen oder auszudrucken.Es erweist sich als unmöglich , zumindest für mich. Der Automat  will einfach nicht  die avisierte Größe annehmen, obwohl als Standardmaß angegeben wurde. Noch möchte der alle von mir gewünschten Fotos zum Ausdruck vorbereiten.Ich drücke und drücke , aber das Häkchen, wie in der Anleitung angeben, zeigt sich nicht. „Ganz einfach“meint die herbeigerufene Verkäuferin und „kann jeder“. Jeder schon, aber eben ich nicht. Zu meiner Freude, sie auch nicht. Der nebenan sein Geschäft betreibende Photograph, dessen Laden ich schließlich entnervt betrete , kann schon. Und wie.

Schnell sind meine Fotos auf dem Bildschirm sichtbar. Ich werde bei der Auswahl kompetent beraten. Mir wird bei der Entscheidung matt oder glänzend, mit oder ohne Rand geholfen. In kurzer Zeit halte ich meine Bilder in den Händen. Ohne Streß und auch nicht teurer als nebenan.

Die Frage , wo ich eine Kopie herbekomme, wird vom Photographen auch noch freundlich beantwortet. Es gibt sie noch, die Kopieranstalt, wo einem freundliche Menschen das anfertigen von Fotokopien abnehmen. Nein , ich muß nicht selbst… wieder einmal an einem „einfachen Automaten“ verzweifeln.

Eindeutig ein Plädoyer für den freundlichen Einzelhändler, der selbst sein Geschäft betreibt , gegen all die üblichen Ketten.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter ...in und umzu, Köln abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Automatengeschichten… ein wahrer Alptraum

  1. Ingrid schreibt:

    Das stimmt leider und wird manchmal als ‚Verschlimmbesserung‘ bezeichnet. Ich weiß auch nicht, warum bewähre Dinge immer wieder geändert werden müssen, manchmal nicht zum Besseren.

    Gefällt mir

  2. kristallundrosen schreibt:

    Hallo Ingrid, es ist nicht nur das mit Computern vertraut sein. Ich habe Rechner seit vor Win95, es ist auch dieses immer alles anders machen, kaum hat man sich an etwas gewöhnt und herausgefunden wofür es wie zu benutzen ist, kommt ganz sicher jemand auf die „großartige „Idee, nun alles anders zu machen.
    Danke LG KuR

    Gefällt mir

  3. Ingrid schreibt:

    Es wird heutzutage tatsächlich alles automat-isiert. Ich schaffe es zwar, eine bestimmte Fahrkarte zu bekommen, aber ich gebe zu, wer z.B. nicht mit Computern vertraut ist, für den ist es schwer. Das Tarifsystem ist sowieso ziemlich undurchschaubar. Übrigens: ob DB oder KVB ist eigentlich egal, denn es ist ja ein Verkehrsverbund.
    LG, Ingrid

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.