Als ich dem Teufel die Hand gab und ein Äffchen und einen Wal fand

…..St Maria im Kapitol

Die größte romanische Kirche in Köln geht auf ein Benediktinerinnenkloster zurück. zuerst war es allerdings von Mönchen bewohnt und wurde dann unter Erzbischof Bruno (953-966) ein Frauenkloster. Gegründet wurde das Kloster von Plektrudis ,der Witwe des fränkischen Hausmeiers Pipin der Mittlere. Sie wurde auch in der Kirche beigesetzt.DSC04255

Den Kreuzgang des Klosters gibt es noch heute. es ist nun ein schöner Blumengarten , um den man herumlaufen kann.

Eine Treppe mit zwei Löwen geschmückt, führt dann zur eigentlichen Kirche. Und da gab ich dem Teufel die Hand:-)

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Äbtissin Ida(1025-1060) , die Schwester von Erzbischof HermannII, gab den Bau der heutigen Kirche in Auftrag. Sie wurde ebenfalls in der Kirche beigesetzt.DSC04232

Die Kirche ist übrigens eine Basilika , das haben wir Papst Paul VI zu verdanken, St Maria im Kapitol geht ursprünglich auf einen römischen Tempel für Jupiter, Juno und Minerva zurück, das erklärt den Namen und diese Kirche ist nach dem Dom , die  wichtigste Kirche in Köln.DSC04190

 

Im Innern  fällt besonders der Lettner ins Auge, der von den Familien Hackeney, Salm, von Straelen und von Berchem um 1517 in Mecheln in Auftrag gegeben wurde. Leider war damals das Kölner Maß nicht mit dem in Mecheln identisch, das brachte dann die wirklich imponierende Größe des Lettners zustande.

Kunsthistorisch wichtig ist die an der Seite ausgestellte Holztür. Die ist von 1060. Und gleich an der Seite findet man über dem Beichtstuhl „Zint Merjens Repp“ hoch an der Wand, die Knochen eines pleistozänen Grönlandwals.Am Beichtstuhl kann man übrigens das Äffchen finden.

Auffallend ist auch vor dem Lettner die bunt bemalte „Limburger Madonna“ aus dem 13. Jahrhundert. DSC04245

Wenn man sich weiter umsieht , findet man eine Madonna(um 1180) , die Äpfel vor sich liegen hat. das geht auf die Geschichte mit dem heiligen Herman Josef zurück, Der war ein Kind , als er immer die Madonna besuchte , eines Tages bot er dem Jesus Kind einen Apfel an, und so will es die Legende , das Kind nahm den Apfel an. Deshalb liegen dort meistens Äpfel.

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Die Konchenanlage hat übrigens eine so gute Akustik, das dort Konzerte stattfinden.

 

Hinten in der Kirche finden sich auch noch die Hirtz- und die Hardenrathkapelle mit einer Sängerempore, die mich ein wenig an maurische Baukunst erinnert.

Maria im Kapitol

Marienplatz 19

Köln

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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2 Antworten zu Als ich dem Teufel die Hand gab und ein Äffchen und einen Wal fand

  1. kristallundrosen schreibt:

    Stimmt,so etwas habe ich auch gelesen. ich lese im Augenblick gerade : Bremen von Johann Günther König. Spannend und sehr informativ. Als halbe Bremerin liebe ich die Stadt ja sehr.
    Liebe Grüße KuR

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  2. Kleine Brise schreibt:

    So viele schöne Bilder! Der Walknochen ist besonders interessant für mich, weil Walfang an der Weser einst eine große Rolle gespielt hat. Gruß aus Bremen von der Kleinen Brise.

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