Quer durch Köln….Ausgrabungen, eine Reliquie, viele Brunnen,Parfüm und ein Museum……..

Ich habe Köln neuzeitlich und mittelalterlich besucht. Am Anfang des Rundgangs stand der Heinzelmännchenbrunnen , der über eine in Köln verbreitete Sage berichtet, das nämlich Heinzelmännchen nach Köln kamen und den Bürgern in der Nacht alle Arbeit abnahmen,bis eine neugierige Schneidersfrau kam, Erbsen auf die Treppe streute, weil sie die fleißigen Helfer einmal sehen wollte, die Heinzelmännchen verschwanden für immer…. ich glaube, die Stadt und mancher Bürger wünscht sich diese netten Gesellen zurück…DSC02108

Der Heinzelmännchenbrunnen, ein Zeugnis des Historismus in Köln von Heinrich und Edmund Renard 1899 entworfen und ausgeführt.

 

In direkter Nähe findet sich auch einen andere Tradition… das Brauhaus Früh mit seinen Kellnern, die man in Köln Köbes nennt….DSC02113Zu erkennen am weißen Hemd,der blauen Jacke und der blauen Schürze. Und hier gibt es auch frisches Kölsch vom Faß und eine Spezialität, der „halve Hahn“. Eine Spezialität die auch Vegetarier mögen. Nein, kein halbes Hähnchen, sondern ein Roggenbrötchen mit einer dicken Scheibe Holländer Käse.

Gar nicht weit entfernt vom Brauhaus Früh steht das Kölner Rathaus. Mit seiner Rathauslaube  in Renaissancestil erbaut von Wilhelm Vermikken 1569-1573 nach Plänen von Cornels Floris de Vrindt aus Antwerpen. Vom offenen Obergeschoß verlasen die Bürgermeister übrigens die Ratsbeschlüsse.Das Rathaus lag übrigens im mittelalterlichen jüdischen Viertel Kölns.DSC02114Und der Zaun , den man dort auf dem Bild sieht, der führt zur Station. Die Ausgrabung des mittelalterlichen jüdischen Viertels auf dem Rathausplatz.

Da soll, wenn der Zaun dann einmal weg ist , das neue jüdische Museum Kölns entstehen. Im Augenblick kann man die Mikwe, das jüd. Ritualbad ansehen, das nach dem 2 Weltkrieg freigelegt wurde und man kann die Ausgrabungen einiger Häuser  aus dem Mittelalter ansehen.IFHaus Bardowiek einst das Haus eines GoldschmiedesDSC02128

Haus Koppe das zu den großen romanischen Bürgerhäusern zählte , wie das Overstolzenhaus.DSC02128

Und Haus Nichols, das in kirchlichem Besitz war.Das stand bis zum 2. Weltkrieg.DSC02122

Sowie das Haus zum Golde , das an der Ecke stand.Im Mittelalter hieß es übrigens „Zum Goldschmied“. Und das stand auch bis zum 2. Weltkrieg.DSC02120

Und so stellt sich die Stadt das ganze einmal vor, wenn es fertig ist. Archäologische Zone und jüdisches Museum. Direkt am Rathaus.DSC02115

Und gegenüber der Brunnen, das ist der Fastnachtsbrunnen, vor Haus Neuerburg, die früher einmal Zigaretten herstellten. Der Brunnen wurde von Georg Grassegger 1913 entworfen.DSC02130Man soll ja keine Werbung machen, aber ich denke in diesem Fall ist es keine Werbung ,nur eine Information, Gegenüber des Fastnachtsbrunnen findet man „Farina“ entgegen dem allgemein gültigen Glauben war hier die Wiege des  ersten Aqua mirabilis( kölnisch Wasser ) in Köln und nicht die Firma 4711. Farina hat übrigens noch heute , wie sie sagen eine Kundenliste mit weltbekannten Persönlichkeiten. Man kann dort das Museum für kölnisch Wasser besichtigen.DSC02132Ein wenig weiter in direkter Nähe des Doms, findet sich noch der Taubenbrunnen von Ewad Mataré 1953 entstanden.DSC02167Und auch das Modell der Kreuzblume des Doms kann man sich da ansehen.DSC02166Aber ich habe mir noch im Dom die neueste Reliquie Kölns angesehen.

Direkt neben der Schmuckmadonna, ( so heißt die wirklich) fand ich dies.DSC02172DSC02175Eine Reliquie von Papst Johannes Paul. Die ist da unten drin, in dem runden Teil , erklärte mir der Domschweizer. Es soll ein Tropfen Blut sein. Die Figur ist mir lieber, das andere ist mir, wenn ich ehrlich sein soll , zu gruselig.

 

 

 

 

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